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Nebenraum. Snacks (7−10 €) sowie voll­wertige Gerichte (um 15 €). Mo ab 16.30 Uhr, Di−Sa mittags und abends geöffnet, So ab 19 Uhr. Via Belledonne a Chiaia 18, Tel. 081-403162, www.enotecabelledonne.it.

      Gran Caffè Cimmino 26 Klassische ita­lie­ni­sche Kaffeebar in Chiaia, beliebter Vorabend­treff mit Sitzplätzen im Zeltpavillon in der Gas­se. Verführerische Süßwarentheke, auch le­cke­res Eis. Tägl. 7−24 Uhr. Via Gaetano Filangieri 13, Tel. 081-418303.

      Pasticcerie/Gelaterie Gay Odin 16 Die Traditions-Schokoladenmanufaktur (seit 1800) ist in der Stadt mit mehreren Filialen ver­tre­ten, u. a. am Spaccanapoli sowie am Aus­gang der Galleria Umberto zur Via Toledo mit leckerem Eis. Qualität ga­ran­tiert, auch wenn es etwas teurer ist! Tägl. 9.30−20, So ab 10 Uhr. Via Bene­detto Croce 61 (Spac­ca­napoli), Tel. 081-5510794, www.gay-odin.it.

      La Sfogliatella Mary 21 Ein guter Platz, um un­kompliziert die neapolitanischen Sfog­lia­tel­le zu probieren. Ideale Lage am Ausgang der Galleria Umberto I zur Via Toledo, keine Sitz­plätze. Tägl. 8−20.30 Uhr. Gal­le­ria Umberto I 66, Tel. 081-402218.

      Chalet Ciro 31 Am Hafen von Mergellina ver­abredet sich vorzugsweise ein junges Publi­kum zum Eisessen und genießt dabei den abend­lichen Prachtblick auf Castel dell’Ovo vor dem Hintergrund des Vesuvs. Hochwertiges Speiseeis, eine Spezialität ist Eiskonfekt in vielerlei Varianten, auch Pa­stic­ceria und kleine Snacks. Tische und Stüh­le draußen. Tägl. ab 7 Uhr bis tief in die Nacht hinein. Via Carac­ciolo, Tel. 081-669928.

      Der Vulkanismus ist das Alleinstellungsmerkmal an der Küste westlich von Neapel samt der vorgelagerten Insel Procida. Auf Schritt und Tritt stolpert man über Krater, Tuffgestein und bradiseismische Phäno­mene. Wichtigste Ausflugsziele sind Pozzuoli und Procida.

      Seit 2003 sind die „brennenden Felder“ (Campi Flegrei) ein Regionalpark und stehen unter besonderem Schutz. Angesichts von 140.000 Einwohnern auf einer Fläche von 28 km² keine geringe Herausforderung!

      Die Phlegräischen Felder (Campi Fle­grei) zählen zu den spannendsten Ge­genden in der Umgebung von Neapel. Vielerorts treten Schwefeldämpfe aus der Erde oder man blickt in kochend-heiß brodelnde Schlammlöcher. Zwi­schen Pozzuoli und dem Kap von Mi­se­no liegen 40 Krater, davon 25 an Land, die übrigen im Meer. Sämtliche vul­ka­ni­schen Hotspots sind mit einer rie­sigen Magmablase im Erdinneren ver­bunden − ein sog. Supervulkan, von de­nen es auf der Erde nur etwa 20 gibt! Vulkanischen Ursprungs sind auch jähe Hebungs- und Sen­kungs­be­we­gun­gen der Erdkruste. Das Phä­no­men − es sind keine Erdbeben − wird als Bradi­sis­mus (→ Link) bezeichnet. Am deut­lich­sten sind die verheerenden Zer­stö­run­gen in Pozzuoli und Baia sichtbar.

      Auch Liebhaber der Antike sind in den Phlegräischen Feldern am richti­gen Ort. Wo sonst gibt es die Option, auf dem Meeresgrund liegende antike Artefakte durch den Glasboden eines Boots zu betrachten? Dass trotz der ge­schil­derten Vorzüge hier keine Ur­laubs­stimmung aufkommt, liegt zum Teil an der Zersiedelung der Land­schaft. Hinzu kommt, dass die Phlegrä­i­schen Felder vergleichsweise schwie­rig zu bereisen sind: Busfahrten sind selbst für Einhei­mi­sche ein Aben­teuer mit vielen un­bekannten Varia­blen, und die ma­n­gel­hafte Beschil­de­rung der tou­ristischen Ziele ist für Auto­fahrer nicht selten ei­ne Zumu­tung. Ein Navi leistet gute Dienste! Allenfalls im Badeort Mi­se­no kommt Ferienstimmung auf.

      Die Insel Procida ge­hört geologisch zu den Phlegräischen Fel­dern. Sie steht jedoch eindeutig im Schatten der bei­den pro­mi­nenteren In­seln Capri und Is­chia. Vie­lerorts bricht die Küste steil zum Meer ab. Bade­taug­li­che Stel­len sucht man muss mit der Lu­pe − sie liegen alle­ im hin­te­ren Teil der Insel. Pro­cida ver­breitet kein Ur­laubs­flair, da­für jede Menge At­mo­sphäre − mit authen­ti­schen Mil­ieu- und All­tagsszenen. Ein High­light und ein Fest für Fotografen sind die ver­schach­tel­ten, bunt ver­putz­ten Häu­ser an der Ma­rina di Corricella, wo sich Ta­ges­be­sucher nach der Be­sich­tigung der Alt­stadt zum Mittag­es­sen an der Mo­le ein­fin­den. We­gen der dichten Be­siedelung ist Pro­cida zum Wandern un­ge­eig­net. Bes­tes Fort­be­w­e­gungs­mit­tel ist der öf­fent­liche Bus oder das E-Bike, das am Ha­fen ge­lie­hen wer­den kann. Die Terra Murata und die Marina di Corricella be­sich­tigt man bes­ser zu Fuß. Die Über­fahrt er­folgt von Neapel, Pozzuoli oder Ischia.

      Pozzuoli: Eine Vielzahl von Attrak­tio­nen lässt sich in und um Pozzu­oli ent­de­cken, z. B. den nach jüngsten bradi­seis­mischen Katastro­phen wieder her­ge­stellten Altstadt­hü­gel, das Amphi­the­ater oder am Stadtrand den Solfa­tara-Krater. Bes­te Besichtigungstage an der Küste westlich von Ne­a­pel sind Sam­stag und Sonntag, denn dann ha­ben die meisten Attrak­tionen geöffnet! → Link

      Castello Aragonese: Das frühneuzeit­liche Kastell bewacht die Bucht von Pozzuoli. Das Mu­se­um im Kastell be­wahrt die wich­tigsten Antikenfunde aus dem Ge­biet der Phleg­rä­i­schen Felder. → Link

      Kyme (Cuma): Der nörd­lich­ste Vor­pos­ten der Region entpuppt sich als wei­te­re Ausgrabungsstätte von Rang. Die wich­tigsten Spuren hier ha­ben aus­nahms­weise nicht die Römer, son­dern Grie­chen hinterlassen. → Link

      Isola di Procida: Wichtigste Sehens­wür­dig­keit ist die Terra Murata mit der Abtei des Erzengels Michael. Sie steht all­jähr­lich während der Kar­frei­tags­pro­zession im Fokus. In der Umgebung ver­weisen im­m­er wieder Schilder auf Drehorte be­rühm­ter Leinwandstreifen, die auf Pro­cida gedreht wurden. → Link

      Wegen starker Zersiedelung ist die Küs­te westlich von Neapel kein Wan­der­mek­ka. Kür­zere Wanderungen sind al­ler­dings auch hier möglich: am Kap von Miseno (→ Link) oder rund um Lago d’Averno und Monte Nuovo (→ Link).

      Für längere Aufenthalte empfiehlt sich die Ge­gend weniger, sieht man vom Ba­de­ort Mi­seno oder von Procida ab. Ver­kehrs­tech­nisch günstig liegt der Haupt­ort der Phleg­rä­ischen Felder Poz­zu­oli, zumal von hier auch die Fäh­ren nach Ischia ablegen.

      Der Hauptort der Küstenregion westlich von Neapel war in römi­scher Zeit ein wichtiger Hafen. Spuren aus der Antike finden sich auf Schritt und Tritt. Einige vulkanische Hotspots befinden sich in der unmittelbaren Umgebung des quicklebendigen Städtchens.

      Der Hauptort an der gleichnamigen Bucht war lange Zeit der wichtigste rö­mische Ha­fen am Tyrrhenischen Meer und be­haup­tete auch nach der Zei­tenwende − mit dem Ausbau des Ha­fens Ostia vor den Toren Roms − sei­ne Rolle. Heute ist Pozzuoli für die meis­ten Reisenden häu­fig nur Durch­gangs­station auf dem Weg nach Ischia oder Procida. Dieser Um­stand spiegelt sich auch in der tou­ristischen Infra­struk­tur wi­der, die keineswegs auf län­gere Ferien­auf­ent­halte ausgelegt ist. Auf der anderen Sei­te recht­fer­ti­gen die zahlreichen Attrak­tionen in der Stadt und in der Um­ge­bung durch­aus einen längeren Zwi­schen­stopp. Außerdem ist Pozzuoli ein gut geeignetes Ba­sis­lager, um die häu­fig nur mit einem höheren Zeit­auf­wand erreichbaren

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