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Drakoria - Vom Blut des Sternenwolfes. Gwain Beisemann
Читать онлайн.Название Drakoria - Vom Blut des Sternenwolfes
Год выпуска 0
isbn 9783738064414
Автор произведения Gwain Beisemann
Жанр Языкознание
Издательство Bookwire
Kapitel 6 – Neue Verbündete
Was Daria am meisten zu schaffen machte, war die Suche nach neuen Verbündeten für den Silbernen Raben, denn sie wusste bereits jetzt, ohne Verstärkung, und damit waren nicht die paar Bauerntrupps aus dem Umland gemeint, würde sie Winterwacht früher oder später wieder an die Maladrier verlieren. Raikan hatte bereits einige Vorschläge gemacht, doch diese waren mehr als dürftig. Es hatte keinen einzigen Abend in den letzten Monaten gegeben, an welchem sich Daria auf eine solch schreckliche Art und Weise gelangweilt hatte. Einen Moment lang wünschte sie sich, die beiden Adeligen, welcher ihr und Dwemblin gegenüber saßen wären bei der Schlacht ums Leben gekommen, so sehr missfiel ihr ihr Auftreten und ihre Hochnäsigkeit. Man merkte deutlich wie sich Dwemblin versuchte zurück zu halten, obwohl es ihm in manchen Momenten schwer zu fallen schien „Ihr könnt nicht bestimmen wie dieser Krieg weiter zu führen ist, ich bin der rechtmäßige Jarl von Winterwacht, persönlich vom König eingesetzt“ Darias Wut kochte über, als sie diese Dreistigkeit vernahm „Der König ist tot, und zwar schon seit zwanzig Jahren, also haltet endlich euren vorlauten Mund, sonst lasse ich euch bis Morgen in den Kerkern der Stadt schmoren“ „Das ist ja eine Ungeheuerlichkeit, was fällt euch überhaupt ein so mit mir zu reden Asteri?“ „Die Asteri haben in den letzten Jahrhunderten mehr geleistet als ihr feigen Schweine in euren Burgen und Schlössern, vergesst das nicht. Außerdem besitze ich momentan das Kommando über den Silbernen Raben“ Der Jarl auf der anderen Seite des Tisches schüttelte verärgert den Kopf „Ihr habt mir gar nichts zu sagen, weder heute noch morgen, egal wie viele Schlachten ihr bereits gewonnen haben mögt“ Daria spielte mit einem kleinen Holzstück zwischen den Fingern, während sie den Worten des Mannes nur mit feistem Lächeln zuhörte „Passt auf“ sagte sie und beugte sich halb über den Tisch „Ein Wort von mir, und ihr seid tot, keine Gewalt, keine Macht, nur ich habe das Kommando über den Ethan Koraki, an eurer Stelle würde also lieber meine Zunge hüten, denn es kann leicht geschehen, dass sie euch jemand heraus schneidet, ihr könnt nichts tun, egal was ihr versucht, meine Soldaten werden auf mich hören und nur auf mich, habt ihr verstanden? Andernfalls werdet ihr den heutigen Abend nicht überleben, das schwöre ich!“ Das Gesicht des Jarls verzerrte sich zu einem Angst und gleichzeitig hasserfüllten Zug, welcher jede andere Person zum Zurückschrecken gebracht hätte, nicht aber Daria „Also, seid ihr einverstanden?“ Nach einem kurzen Moment fragte sie noch einmal, dieses Mal deutlich eindringlicher „Seid ihr einverstanden?“ „Ja“ murmelte Jarl Ulbert in seinen dichten, braunen Bart hinein „Dann wäre das ja geklärt, und solltet ihr noch einmal meinen Anweisungen widerstreben, wird eben gesagtes mit euch geschehen, nur in noch viel schlimmerer Form“ stellte Daria zufrieden fest „Tjänn, gi min bi vinn“ fügte sie an, während einer der in Leinen gekleideten Diener frischen Wein einschenkte „Also, was gibt es noch zu besprechen?“ fragte Dwemblin einige Sekunden nach den ersten Schlucken „Es gibt noch viel zu besprechen, besonders um neue Verbündete müssen wir uns sorgen, wenn wir keine finden sollten, wird ein weiterer Vorstoß so gut wie unmöglich“ Der Jarl begann sich vom Tisch zu entfernen, während er noch einige Male angewidert zu ihnen hinüberschaute, Daria beachtete ihn nicht weiter, sondern führte ihre Erklärung fort „Die Maladrier haben südlich des Westpasses über 20000 Soldaten stehen, selbst wenn wir alle Reserven zusammen ziehen würden, könnten wir nicht einmal ein Drittel ihrer Truppenkraft aufbringen. Wenn wir diesen Krieg also weiterführen wollen, müssen wir einen Verbündeten suchen, welcher uns mit Ausrüstung und wenn möglich auch mit Soldaten versorgt“ Dwemblin zupfte einige Sekunden an seinem langen, kastanienbraunen Zwergenbart, er sah nachdenklicher aus als sonst, tiefe Überlegungen lagen ins seinen Zügen „Es gäbe da eine Möglichkeit, aber sie wird wohl kaum von Erfolg gekrönt sein“ Daria schüttelte den Kopf „Nein, nur frei heraus, schlagt vor was ihr wollt, schlimmer kann es nicht mehr werden“ „Nun gut, ich habe da eine Überlegung getroffen, doch diese ist weder gut überdacht, noch besteht irgend eine Chance, dass man sie in die Tat umsetzen könnte“ Ungeduldig begann Daria mit ihren Fingern auf die Platte des alten Tisches zu klopfen „Raus mit der Sprache, ihr seid doch sonst nicht so zimperlich“ Dwemblin atmete einige Male tief ein und aus „Nun gut, wie ihr wisst hat mich mein Klan verbannt, der letzte Klan der Zwerge, ich bin trotzdem immer noch einer von ihnen, ich könnte unseren König bitten, dass er, uns vielleicht helfen könnte. Ach, in unserer Stadt Optotram, oder wie wir Zwerge sie seit Jahrtausenden nennen, Ketei´Ustrum´Hon. Es ist die letzte unserer Siedlungen in Tarna, und keiner von uns wollte, dass man uns noch einmal entdeckt, seit dem Drachenkrieg sind wir untergetaucht, wollten uns von den Außenwelt isolieren, aber jetzt scheint der Wind sich gedreht zu haben, JA!“ Stieß er plötzlich heraus „Ich glaube ich kann meine Brüder überzeugen, ja, ich werde es schaffen“ entgegen allen Erwartungen nickte Daria nur vorsichtig „Tatsache, wäre euer König denn bereit das Dur Raknor zu verlassen, und, kann er auch genug Truppen zu Verfügung stellen“ hakte sie bedenklich nach „Natürlich, wir sind in den letzten Jahrhunderten gewachsen und haben an Stärke gewonnen, ja, ich kann sogar behaupten, dass wir wieder bereit für einen Krieg wären“ „Gut, sehr gut, man kann eurem Volk vertrauen denke ich, es wäre wohl am besten wenn ihr gemeinsam mit Raikan aufbrecht, wenn die Zeit dafür gekommen sein sollte, ich muss hier in Winterwacht bleiben und die Lage weiterhin sichern“ „Ich, warum ich?“ warf Raikan, welcher sich bereits seit etwa einer Stunde schweigend neben ihnen befand ein „Weil ich Dwemblin nicht alleine losschicken möchte, es ist zu gefährlich. Er könnte jederzeit in einen Trupp der Maladrier, oder in noch... schlimmere Kreaturen hinein geraten“ Sie wollte dieses Thema zwar nicht direkt in das Gespräch einbringen, doch ihr waren diese Worte herausgerutscht „Ich finde wir sollten es erst einmal außer Acht lassen, bis wir wirklich von selbst von dieser Gefahr in Kenntnis gesetzt werden, ihr wisst