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      Für alle Menschen auf ihrem Weg zur Selbstwerdung

       Armin Heining

       Stille, Ekstase, Glück

       Wie ich als Mönch meditieren lernte und spirituelles Tantra entdeckte

      © 2020 Armin Heining

      Umschlagbild: Adobe Stock - Stadtpfarrkirche St. Jakob in Cham/Oberpfalz

      Umschlag Bearbeitung: Marko Bussmann

      Verlag & Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN
Paperback:978-3-347-05031-0
Hardcover:978-3-347-05032-7
e-Book:978-3-347-05033-4

      Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

       Zum Autor

      Armin Heining, geboren 1960, wuchs in Cham/Oberpfalz auf. Nach dem Abitur trat er in das Benediktinerkloster von Metten/Niederbayern ein und studierte Katholische Theologie in Würzburg.

      Nach Jahren tiefer innerer Auseinandersetzung und therapeutischen Prozessen verließ er 1990 im Einvernehmen die Abtei.

      Seinem Herzen folgend gründete er 1992 in Nürnberg GAYTANTRA und lebt heute als Großstadtmönch in Berlin. Von dort bereist der Autor und Regisseur zahlreicher wegweisender Lehr- und Ratgeberfilme die Welt. Als internationaler Coach lehrt er auf zwei Kontinenten seine Philosophie der Glückseligkeit: »Meditation ist die intimste Weise, mit sich – und die tantrische Vereinigung die intimste Weise, mit einem Menschen zu sein«.

      www.armin-heining.com

      info@ armin-heining.com

       Inhalt

      Einleitung

      Kapitel 1: Begeisterung

      Kapitel 2: Flussabwärts

      Kapitel 3: Es ruft von hinten

      Kapitel 4: Erleuchtung

      Kapitel 5: Im Abgrund

      Kapitel 6: Der neue Tag

      Kapitel 7: EINS sein

      Epilog

      Die gemeinnützige Stiftung

       Einleitung

      »Wow! Welch eine Dichte, was für einen Erfahrungsschatz du angehäuft hast.«

      So begeistert habe ich den amerikanischen Yogi während meiner Workshops noch nie erlebt. Bisher kannte ich nur den würdevollen Mann mit dem zerfurchten Gesicht und den wilden Locken, der sich in stiller Zurückhaltung übte. Und nun dieser Überschwang.

      »Wie gibst du deine Erkenntnisse weiter? Was gibst du den Menschen an die Hand?«

      Ist das nicht offensichtlich? Schließlich ist er selbst ein Teilnehmer meines Workshops.

      »Nun ja, ich gebe meine Kurse und wünsche mir natürlich, dass die Teilnehmer auf diesem Weg etwas mitnehmen, selbst ihren Weg erkennen.« Ich zögere. »Und da sind ja meine vielen Lehr- und Ratgeberfilme, die ich im Laufe der Zeit veröffentlichen durfte nebst zahlreichen Interviews mit Hintergrundinformationen.«

      Die Antwort stellt nicht zufrieden.

      »Kann man darin blättern, vorwärts und rückwärts, sich etwas anstreichen und Eselsohren hineinfalten, sich an raschelnden Buchseiten erfreuen, es immer wieder zur Hand nehmen und weiter verschenken?«

      »Nein, wohl nicht«, antworte ich zögernd. Die Eindringlichkeit mit der Santosh zu mir spricht, die Weite der Wüstenlandschaft, die zu vollkommen neuen Denkmöglichkeiten einlädt: Auf einmal öffnen sich im Inneren ganz neue Welten.

      »Immerhin führe ich schon seit vielen Jahren ein Tagebuch, in dem ich meine Gefühlswelten, Ideen und Eindrücke festhalte und schöpferisch gestalte. Natürlich schreibe ich auch meine Träume auf. Die enthalten oftmals ganz wertvolle Botschaften!«

      »Aber es ist ja nicht nur das, was du notiert hast – Träume, die dich umtrieben, seien sie auch noch so bedeutungsvoll«, gibt Santosh zu bedenken.

      »Da war ja mehr. Du hast dir doch nichts erspart.«

      Er hat natürlich recht. Wenn ich gerade an jene Jahre zurück denke, als ich mich so furchtbar schwer getan habe mit meinem Leben, zwischen meinem fünfundzwanzigsten und siebenundzwanzigstem Lebensjahr: Das habe ich alles dokumentiert in meinem Tagebuch in der verzweifelten Hoffnung, mich irgendwie von dem enormen seelischen Druck zu befreien. Was ich aufschreibe, belastet meine Seele und Gedanken nicht mehr. Das Papier trägt dann die Last meiner Sorgen. So die ambitionierte Idee dahinter.

      »Und es ist dir ja dann auch gelungen, zurück in deine Kraft zu gelangen. Du konntest beliebig oft nachlesen, wie weit du zu einem früheren Zeitpunkt schon gewesen warst. Oder was du auch schon mal gewusst hast. Weißt du …« Er macht eine kleine Pause und schaut in den Sternenhimmel.

      »Es ist ein bisschen so, als holtest du dir deine Glücksmomente zurück in die Gegenwart, wenn du dich mit ihnen beschäftigst. Und irgendwann ist es selbstverständlich, die Welt anders wahrzunehmen. Zum Beispiel nicht mehr eine Zurückweisung zu erfahren, sondern im selben Moment eine Chance zu ergreifen. Nicht an eine Endstation zu glauben, sondern an die Möglichkeit eines neuen Weges, der nun vor dir liegt, weil der alte zu Ende ist. Die Situation rund um die Diakonweihe ist ein schönes Beispiel für das, was ich meine. Für diesen neuen ›Denk-Mut‹, will ich es mal nennen. Der bescherte dir ja eine ganz neue Sicht auf dein Leben. Und nun stell dir selber die Frage: Hättest du es auf deinem Weg so weit gebracht ohne Tagebücher, ohne die Bücher, die deine gesammelten Erfahrungen enthalten, auf die du zurückgreifen kannst?«

      Der eindringliche Blick, die wohlwollenden Worte ergreifen mich tief in meinem Herzen. Ist da nicht etwas Wahres dran? Er hat nicht Unrecht. Gespannt warte ich auf seine nächsten Worte.

      »Solltest du diese Bibliothek also nicht auch anderen zugänglich machen, die vielleicht ähnlich wie du in jenen Jahren, glauben, die Kontrolle über ihr Leben verloren zu haben? Mehr wollen in ihrem Leben als ein mittelmäßiges ›Weiter so‹? Nicht mehr daran glauben, ihre Träume verwirklichen zu können?«

      »Meinst du wirklich?« Noch habe ich leise Zweifel, auch wenn die Idee einer Veröffentlichung nicht uninteressant ist. Denn vielleicht hilft die Beschreibung meines Lebensweges wirklich anderen Menschen dabei, ihren eigenen Weg deutlicher zu erkennen, ihren inneren Kompass zu richten.

      »Ja, selbstverständlich, meine ich das.«

      Jetzt lacht Santosh sogar. Als gäbe es für ihn nichts Selbstverständlicheres als mir – spätabends in der kalifornischen Wüste – das nächste große Projekt ans Herz zu legen.

      »Darin liegt doch gerade die Spannung, das Erzählenswerte und auch das Lehrreiche: Wie auch die verschlungenen Pfade letztendlich ans Ziel führen. Selbst dann, wenn auch der letzte Hoffnungsschimmer erloschen scheint. Selbst in vermeintlich finsterster Nacht. Der neue Tag bricht an und mit ihm erhellt das Licht eines neuen Tages deinen Pfad. Und macht Mut. Und schenkt dir die Kraft weiter zu gehen.«

      »Ja!«

      Aus tiefstem Herzen kann ich ihm zustimmen. Muss ich ihm zustimmen. So ist es bei mir gewesen. Gleichzeitig will ich auch die Schattenseite nicht ausklammern

      »Aber es dauert natürlich. Und wie oft habe ich mich im Stillen gefragt: ›Wann hört es endlich auf zu dauern?‹«

      »Natürlich dauert es. Alles braucht seine Zeit im Leben, Armin. Was mich aber so ermutigt an deiner Geschichte: Sie

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