Скачать книгу

und gewaschen wurde und Twilight verlieh jedem Wagen ihren ganz besonderen Glanz und Glitzer.

      Die Geoden an ihren Ketten leuchteten, aber die Mädchen benutzen ihre Magie gar nicht. Sie hatten genug Erfahrung mit Magie, um zu wissen, dass man sie vorsichtig einsetzen sollte. Sie konnte leicht außer Kontrolle geraten – was in der Vergangenheit auch schon geschehen war.

      Die Mädchen traten einen Schritt zurück und begutachteten ihr Werk. Rainbow Dash klopfte ans Fenster und Big Mac ließ es hinunter. Er gab Rainbow Dash ein paar Dollar.

      „Danke!“, sagte Rainbow Dash. Sie zählte die Scheine und der Wagen sauste davon. „Klasse! Nur Bares ist Wahres!“

      „Juhuu!“, jubelte Pinkie Pie und schlug mit Rainbow Dash ein, die das Geld in eine pinke Geldkassette legte. Sie hatten an dem Nachmittag viel zu tun.

      Rarity war müde. Sie wischte sich etwas Schaum von der Stirn. „Igitt. Wie wär’s mit einer kleinen Pause? Der Sonnenschein und die Seife haben meine Frisur ordentlich verwüstet.“ Rarity hatte überlegt, ob sie ihr Diamantenschild als Schutz für ihre Kleidung benutzen sollte, aber es schien ihr keine gute Idee zu sein. Die Diamantkuppel war nur für Notfälle. Und sollte man bei einer Autowaschaktion nicht eh voller Schaum sein? Sie schnappte sich ein paar Limos aus der Kühlbox und reichte sie den Mädchen.

      Rainbow nahm einen großen Schluck. „Hey, hat jemand Twilight gesehen?“

      „Ich bin hier!“, rief Twilight, die auf dem Bordstein saß. Sie tippte Zahlen in ihren Taschenrechner ein. „Ich wollte nur nochmal die Zahlen durchgehen.“

      „Haben wir genug Geld für die Reparaturen in Camp Everfree gesammelt?“, fragte Sunset Shimmer.

      Twilight rückte ihre Brille zurecht. „Wir haben nur die Hälfte zusammen. Ich habe das Geld viermal gezählt, um ganz sicher zu gehen.“

      Es war, als hätte sich die Sonne hinter einer Wolke versteckt. Die Mädchen zogen lange Gesichter. Sie hatten so hart gearbeitet.

      „Hey, schon in Ordnung“, sagte Applejack und versuchte, das Positive daran zu sehen. „Wir können einfach noch mehr Wagen waschen. Irgendwen haben wir bestimmt noch übersehen.“

      Die Mädchen ließen ihre Blicke über den leeren Parkplatz schweifen. Alle Wagen waren verschwunden. Sie hatten sie alle gewaschen.

      „Ich glaube, wir müssen uns einen neuen Plan einfallen lassen“, schlug Sunset Shimmer vor. Vielleicht hatte die Prinzessin einen Vorschlag für sie, wenn sie sie in Equestria besuchen ging.

      „Aber uns läuft die Zeit davon!“, sagte Rainbow Dash besorgt. „Das Geld ist nächste Woche fällig. Pinkie Pie hat schon einen Kuchenbasar veranstaltet. Twilight und Fluttershy haben einen Tag auf Hunde aufgepasst und wir haben diese Autowaschaktion durchgeführt.“

      „Wie können wir denn noch Geld sammeln?“, fragte sich Fluttershy laut.

      „Ich habe dem Regisseur der Daring Do-Filme geschrieben“, erzählte Rainbow Dash. „Er war auch im Camp Everfree und ich dachte, er könnte uns helfen. Aber ich habe keine Antwort von ihm erhalten.“

      Die Mädchen blickten traurig drein.

      „Keine Sorge, ihr Lieben“, verkündete Rarity entschlossen. „Jetzt bin ich an der Reihe, einen Plan zu entwerfen und ich habe schon eine fantastische Idee. Das wird die gewinnbringendste Spendenaktion von allen! Ein Meisterwerk!“

      Applejack klatschte aufgeregt in die Hände. „Na, das hört sich gut an! Was hast du für eine Idee?“

      „Kommt heute Nachmittag in den Musikraum und ich erkläre euch alles“, sagte Rarity und lächelte geheimnisvoll.

      „Bis dahin habe ich noch Zeit, mit der Prinzessin zu sprechen!“, sagte Sunset Shimmer.

      „Ganz genau.“ Twilight Sparkle nickte zustimmend.

      Die Mädchen liefen los, um sich umzuziehen. Gott sei Dank hatten sie Rarity! Jetzt würden sie Camp Everfree ganz bestimmt retten. Die einzige, die allerdings gar nicht glücklich aussah, war Rarity selbst. Auch nachdem alle fort waren, stand sie noch wie angewurzelt auf dem Parkplatz. Ihr Lächeln war verschwunden. Stattdessen wirkte sie eher panisch.

      Spike, Twilight Sparkles sprechender Hund, sah zu ihr auf. „Du hast gar keine Idee, oder?“

      „Woher weißt du das?“, fragte Rarity. Sie stand kurz davor, in Tränen auszubrechen. Alle anderen hatten so tolle Spendenaktionen organisiert, dass sie auch einen Beitrag leisten wollte. Wirklich. Aber was konnte sie nur tun, um genug Geld für die Rettung von Camp Everfree zu sammeln? Sie hatte keine Ahnung.

      Kapitel 3 – Glimmer und Glitzer

      Sunset Shimmer näherte sich der Wondercolt-Statue. Seit ihrem letzten Besuch in Equestria war viel Zeit vergangen. Ängstlich berührte sie den harten Huf des Hengstes. Ihre Hand durchdrang den Stein und verschwand.

      Sunset Shimmer schloss die Augen. Sie atmete tief ein – und sprang. Es war wie die Fahrt auf einer Achterbahn, die immer wieder hoch und runter und rundherum sauste. Sie drehte und wendete sich, machte Vorwärts- und Rückwärtssaltos. Kurze Zeit später schoss sie aus einem Spiegel heraus. Sie rutschte über den glänzenden Marmorboden und landete in einem Bücherregal auf der anderen Seite des Raumes. Sie befand sich in der Bibliothek von Prinzessin Twilights Schloss der Freundschaft.

      Sie schüttelte sich. Ihre Ohren und ihr Schweif juckten. Sie war wieder ein Pony, aber ihr war noch zu schwindelig, um aufzustehen. Sie stöhnte.

      Das sanfte Gesicht eines freundlichen Ponys beugte sich über sie. Sunset Shimmer blinzelte und versuchte, ihre Augen dazu zu bringen, zu fokussieren. „Prinzessin Twilight? Bist du das?“, fragte sie.

      „Nein!“, sagte eine Stimme. „Ich bin Starlight Glimmer.“

      Sunset Shimmer stellte sich wankend auf ihre vier Hufe.

      „Woah“, murmelte sie. „Nach all der Zeit fühlt sich das sehr seltsam an.“ Sie war es nicht mehr gewohnt, vier Beine zu haben.

      Sie blickte auf das kecke lilafarbene Pony, das vor ihr stand. „Starlight Glimmer“, erinnerte sie sich. „Du bist Twilights Schülerin, richtig?“

      „Ja.“ Starlight Glimmer nickte. „Ich soll dir das von ihr geben.“

      Ein Tagebuch schwebte durch die Luft auf Sunset Shimmer zu.

      „Sie hätte es dir gern selbst gegeben.“, erklärte Starlight Glimmer.

      „Aber ich bin zu spät gekommen!“, erkannte Sunset Shimmer.

      „Nein, nein, nein“, versicherte Starlight Glimmer ihr eilig. „Sie versteht, dass du zuerst deinen Freundinnen bei der Spendenaktion helfen musstest, aber sie wurde zu einem dringenden Freundschaftsproblem außerhalb der Stadt gerufen. Das passiert hier oft.“

      Sunset Shimmer seufzte. „Dann werde ich sie heute wahrscheinlich nicht sehen?“

      Starlight Glimmer schüttelte entschuldigend den Kopf. „Tut mir leid. Sie hat mir nur gesagt, dass ich dir das Tagebuch geben soll.“

      Sunset Shimmer hielt es in ihrem Huf. Sie war erleichtert, dass sie jetzt wieder Kontakt mit der Prinzessin aufnehmen konnte. Dennoch hatte sie wirklich gehofft, sie zu treffen. „Dann, ähm, schätze ich, gehe ich jetzt wieder zurück.“ Sie drehte sich zum Spiegel um und bereitete sich darauf vor, wieder das Portal zu betreten.

      Sie setzte mit einem Bein zum Sprung an, als Starlight Glimmer sie zurückhielt. „Wie ist es dort so?“

      Sunset Shimmer wirbelte glücklich herum. Auf Starlight Glimmers Gesicht erkannte sie einen Ausdruck von großem Interesse.

      „Es ist sehr anders“, erklärte Sunset Shimmer ihr. „Und gleichzeitig auch wieder gar nicht so anders. Es ist irgendwie schwer zu erklären.“

      „Ich schätze, man muss dort gewesen sein, um es zu verstehen, oder?“ Starlight Glimmer warf einen verstohlenen

Скачать книгу