Скачать книгу

die Notiz lesen? Oder schlimmer, Herr Parker?

      Schwanz. Schwanz. Schwanz.

      Schwanz. Schwanz. Schwanz.

      Sieh, ich konnte das Wort im Kopf wieder und wieder sagen. Warum konnte ich das verdammte Wort nicht aufschreiben?

      Schwanz. Schwanz. Schwanz.

      Oh, Gott. Meine Zunge musste unbedingt in heiligem Wasser untergetaucht werden.

      „Ich wette, er weiß, was er mit seinem Schwanz anstellen muss.” Schnell gab ich den Notizzettel weiter. Dabei seufzte ich erleichtert, da ich endlich dieses verdammte Wort aufgeschrieben hatte.

      Jane – 1. Schwanz – 0.

      „Du bist verrückt. Er ist Lehrer. Du wirst für immer eine Jungfrau bleiben. Er wird dich niemals anfassen.”

      Ich spitzte meine Lippen, als ich Annes Notiz las. Ich wollte es nicht zugeben, aber die Notiz tat weh. Besonders da nächste Woche unser Abschluss war und ich ihn nie wieder sehen würde. Es tat weh, weil es die Wahrheit war. Es bestand kein Zweifel, dass jemand so gutaussehend, klug und erfahren wie Herr Parker irgendetwas mit einem achtzehnjährigen, katholischen Schulmädchen zu tun haben wollte. Vor allem da ihre eigene, sexuelle Erfahrung nur von ihrer Hand stammte. Ich war in jederlei Hinsicht eine Jungfrau und die kalte, harte Wahrheit begann durchzusickern.

      Wie würde ich meine Jungfräulichkeit verlieren, wenn ich keine einzige Sache über Sex wusste? Natürlich wusste ich, wie ich mich selbst befriedigen konnte und es war leicht genug einigen Pornos zu folgen, aber würde die richtige Sache so einfach sein? Die einzigen Schwänze, die ich je gesehen hatte, waren die meiner Cousins, als uns unsere Eltern nackt miteinander schwimmen ließen. Ich war eine kalte, einsame – und geile – Jungfrau.

      „In einer Woche machen wir unseren Abschluss.“ Ich gab die Notiz an Anne weiter und biss mir auf die Lippe.

      Mittlerweile schrieb ich nur noch belanglose Dinge auf und hoffte, dass sie mich nicht durchschaute und bemerkte, wie sehr mich das, was sie gesagt hatte, getroffen hatte.

       „Er wird dich niemals anfassen.”

      Es tat wirklich weh. Ich hatte mich ganz schön in Herrn Parker verknallt. Schon seit Beginn des Schuljahres und jetzt war es schon fast vorbei. Was würde ich tun, wenn ich ihn nicht mehr jeden Tag zu Gesicht bekam?

       „Er ist heiß.“

       „Du BIST verrückt. Du wirst auf gar keinen Fall Sex mit einem Lehrer haben.“

      Meine Antwort war einfach und die Wahrheit. „Ich will keinen anderen. Ich werde meine Jungfräulichkeit an ihn verlieren.“

      Es umzusetzen war unmöglich.

      Ich wurde nervös als ich sah, wie mir Herr Parker entgegenkam. Würde meine geheimste Fantasie endlich wahr werden? Natürlich nicht. Bevor ich mich versah, hatte er meine Notizen in der Hand und schaute sie durch.

      Oh. Mein. Gott.

      Ich sah zu Anne. Ihre Wangen waren so rot wie ihre Haare. Sie war ja nicht diejenige gewesen, die all diese Dinge aufgeschrieben hatte. Sie würde nicht in Schwierigkeiten geraten. Ich würde in Schwierigkeiten geraten.

      Jetzt war der beste Zeitpunkt, um vom Erdboden verschluckt zu werden. Es handelte sich um sozialen Selbstmord – meine Mitschülerinnen würden erfahren, dass ich meinen Lehrer ficken wollte. Anne in einer Notiz davon zu erzählen, war die eine Sache, aber das hier? Gott, ich würde es niemals ausleben.

      Ich wollte nicht einmal darüber nachdenken, was meine Eltern sagen würden, wenn ich zum Direktor gerufen werden würde. Sie waren meistens nicht da, um nicht zu sagen: sogar nie. Sie schienen sich nur dann Sorgen zu machen, wenn sie mich zurechtweisen oder mir Hausarrest erteilen mussten. Ich habe etwa das halbe Schuljahr nur mit der Haushälterin zusammengelebt, während sie durch Europa oder Afrika reisten oder wo auch immer sie gerade waren. Wenn sie wüssten, dass ich mit einem Lehrer schlafen wollte, würden sie durchdrehen.

      Ich machte meine Augen zu und wartete darauf, dass er die Notiz laut vorlas, wie er es normalerweise tat, wenn er uns dabei erwischte, we wir Zettel hin und herschoben.

      Ich hielt meinen Atem an und schaute durch meine Wimpern zu ihm hoch.

      Seine dunklen Augen waren auf mich gerichtet, während er die Notiz las. „Kann es nicht abwarten, endlich mit der Schule fertig zu sein. Keine Uniformen mehr“ sagte er. Seine Stimme war laut, damit ihn alle hören konnten. Dann ging er wieder nach vorne.

      Ich warf meinen Kopf nach hinten, als diese Worte aus seinem Mund kamen. Er hatte es gelesen, die Wahrheit gekannt, aber sie nicht preisgegeben?

      Er hatte mich vor meinen Mitschülerinnen gerettet, aber nicht vor sich. So neugierig wie er mich ansah war es eine totsichere Sache gewesen. Ich konnte ihn nicht durchschauen und es machte mich wahnsinnig und erregte mich gleichzeitig. Er wusste jetzt, wie sehr ich ihn wollte. Er wusste es! Aber er zeigte keinerlei Emotionen. War er angewidert oder wütend? War er überhaupt schockiert oder passierte ihm das regelmäßig mit seinen Schülern? Würde er mich zum Direktor schicken? Hatte er geglaubt, dass die Notiz ein Witz gewesen war? Oder schlimmer? Glaubte er, dass ich es ernst meinte und hatte einfach nur kein Interesse? Möglicherweise hatte er eine rattenscharfe Freundin. Eine, die wusste wie sie mit seinem Schwanz umgehen musste und wie sie ihn befriedigen konnte.

      Ich hatte keine Ahnung davon, was ich mit einem Mann anstellen muss. Ich wusste bloß, dass ich ihn wollte.

      Er hob eine Augenbraue an und ich wurde ganz automatisch rot. Zum Glück schellte die Glocke, und Anne und ich standen eilig auf. Ich nahm Annes Arm und rannte schon fast zur Tür. Ich war fast vor der Blamage verschont geblieben, bis ich hörte, wie er meinen Namen rief.

      „Jane“, sagte die mir mehr als bekannte Stimme, die mich in meiner Fantasie verfolgte. Als meine Freundin neben mir stehen blieb fügte er hinzu: „Du kannst schon einmal vorgehen, Anne. Ich will nur kurz mit Jane sprechen.“

      Der Rest meiner Mitschülerinnen ging aus dem Zimmer und Anne schloss sich ihnen an. Als wir schließlich alleine waren, faltet ich meine Hände und wartete auf die Standpauke. Ich wollte mich selbst umarmen. Es könnte nichts Gutes daraus hervorgehen, dass mein Lehrer eine Notiz gelesen hatte, in der quasi stand, dass ich wollte, dass er mich fickt. Waren schmutzige Gedanken Grund genug für disziplinäre Maßnahmen? Könnte ich einen Verweis bekommen? Mein Herz wurde schwer. Unsere Abschlussfeier war nächste Woche. Auf gar keinen Fall—

      Er verschränkte seine Arme vor seiner breiten Brust. „Ich will, dass du genau eine Stunde nach der Abschlussfeier hier bist.“

      Ich wollte nicht noch mehr in seine Worte hineinlesen, als ich es ohnehin schon tat, aber so wie er mich ansah, glaubte ich nicht, dass ich mir Sorgen machen musste. Stattdessen musste ich mir wegen allem Sorgen machen. Ich wartete auf mehr und sah dabei zu, wie sein Blick von meinen Socken zu meinem karierten Rock und meiner weißen Bluse wanderte. Schließlich sah er mir direkt in meine überraschten Augen.

       Wusste er, wie feucht ich war? Konnte er mit seinem prüfenden Blick sehen, wie ich hin und her rutschte?

      Ich hatte nie eine Antwort darauf bekommen. Als eine mir unbekannte Schülerin reinkam, nahm ich das als Zeichen dafür, zu gehen und ich machte mich auf, um zu meinem nächsten Kurs zu kommen.

      „Jane, du hast mir nicht geantwortet“, sagte er.

      „Ja“, antwortete ich und ging auf die Tür zu.

      „Ja, Herr Parker“, fügte ich hinzu und blieb stehen.

      Der Klang seiner tiefen Stimme gab mir eine Gänsehaut.

      Ich schaute zurück und bemerkte, dass er darauf wartete, dass ich mich wiederholte.

      „Ja, Herr Parker,“ flüsterte ich und fand es ziemlich erotische diese Worte so zu sagen. Ja, ich wollte, dass er mehr als nur mein Lehrer für Regierungsgeschichte war.

      Während

Скачать книгу