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Für Ralph Northern waren die Würfel gefallen. Er hörte nicht mehr den Lärm in der riesigen Gießereihalle, sah nicht die Glutaugen der Siemens-Martin-Ofen, sondern spürte nur eins. Angst. Eine schwere Hand legte sich auf seine Schulter. Ralph Northern wandte sich um. Er versuchte seinem Gegenüber ins Gesicht zu grinsen, schaffte aber nur ein vages, unsicheres Lächeln. »Hallo, Beefy«, sagte er. Bifl Beefy Smith überragte den gewiß nicht kleinen Ralph Northern um einen halben Kopf. In seiner Schutzbrille spiegelten sich die Lampen der Halle. »Du machst doch mit, Ralph?« fragte Beefy. Er war schlecht rasiert, wie immer, und wenn er sprach, sah man seine verstümmelten tabakgelben Zähne. Er roch auch aus dem Mund, sehr störend sogar, aber Ralph Northern wich nicht deshalb einen halben Schritt zurück. Es war eine Reflexbewegung, eine Reaktion der Angst. »Was soll ich mitmachen?« fragte er. »Aber Ralph!« höhnte Beefy. »Du weißt doch Bescheid. Ich habe es dir genau erklärt.« »Und ich habe dir erklärt, daß ich das nicht mache. Versteh mich doch, Beefy! Ich habe eine Frau und zwei Kinder zu versorgen, ich kann mich auf diese Sache nicht einlassen. Ich muß auch an die anderen denken, an die Kameraden. Verdammt, was sollen die denn machen, wenn die Bude plötzlich zum Stillstand kommt?«

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Ich schritt durch den Zigarettenrauch. Er war dicht wie Morgennebel. Ich stoppte am Tisch der fünf Männer und wandte mich an Mike Harper. »Hallo, Mike«, sagte ich. Er schwieg. Seine Unterlippe krümmte sich kaum merklich nach unten. Seine hellen Augen blieben wäßrig und ausdruckslos. Im Lokal war es still geworden. Nur das leise, monotone Zischen der altersschwachen Kaffeemaschine war zu hören. Der Wirt lehnte mit hoch gekrempelten Hemdsärmeln am Tresen und rollte eine erkaltete Zigarre zwischen seinen Lippen hin und her. Es war eine Szene wie aus einem schlechten Western. »Ich bin Harry«, sagte ich und schaute jetzt auch die anderen der Reihe nach an. »Harry Fontaine.« Ich stieß auf dumpfes Mißtrauen und lauernde Abneigung, aber kaum Überraschung. Keiner sagte ein Wort. »Harry Fontaine«, murmelte Mike Harper schließlich. Er hatte die ledern wirkende Haut eines sechzigjährigen Südstaatlers, war aber erst achtunddreißig. »Ich denke, ihr wißt, wer ich bin«, sagte ich. Die Männer wandten ihre Köpfe und schauten Mike Harper an. Er war ihr Sprecher, der Boß. Mike Harper stand auf. Er schob seinen Stuhl zurück, kam um den Tisch herum, blieb dicht vor mir stehen und stieß mir dann den ausgestreckten Zeigefinger gegen die Brust. »Hau ab, Schnüffler«, sagte er scharf. »Polypen haben hier nichts zu suchen.«

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Sie nannten ihn Flenner. Sein richtiger Name war Jimmy Shendrick. In seinen Kreisen gab es nur wenige, die ihn nicht respektierten. Flenner hatte eine besondere Art, sich Respekt zu verschaffen. Er war ein Mörder. Als er mir auf Mr. Stanhopes Party begegnete, fielen mir vor Überraschung fast die Augen ins Cocktailglas. Jimmy Shendrick war der Letzte, den ich in dieser Gesellschaft vermutet hätte. In Shendricks herabgezogenen Mundwinkeln hockte ein weinerlicher Ausdruck. Er starrte in seinen Martini, als bestände der Drink zu neunzig Prozent aus Tränen. Jimmy Shendrick war bekannt für zwei Dinge. Er litt an Depressionen, und er war jederzeit bereit, gegen entsprechende Bezahlung einen Menschen zu töten. Ich ging auf ihn zu. »Hallo«, sagte ich. Shendrick blinzelte beunruhigt, als er mich sah. Dazu hatte er guten Grund. Mir verdankte er seine erste Mordanklage – eine von insgesamt drei. Verurteilt worden war er nie. Die Zeugen waren stets im Verlauf der Prozesse auf rätselhafte Weise umgefallen. Sie wollten sich auf einmal an nichts mehr erinnern. Ein Zeuge, der keine Lust verspürt hatte, sein Gedächtnis in Urlaub zu schicken, war eines Tages aus dem Harlem River gefischt worden. Flenners Alibi war okay gewesen.

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Dieser Band enthält folgende Krimis:


Duell mit dem Henker (Cedric Balmore)
Kommissar Tegeler und die Selbstgerechten (Alfred Bekker)








Die Kriminalkommissare Ortwin Tegeler und Ludwig Härtl sind bei der Sondereinsatzgruppe der Bundespolizei in München beschäftigt. Doch dann werden beide zu einem Einsatz nach Berlin geschickt. Während Ludwig Härtl ganz offiziell dort als Ermittler auftritt, bekommt Tegeler eine neue Identität, um verdeckt arbeiten zu können. Der Mord an zwei Kriminalbeamten soll aufgeklärt werden, die einer Gruppe auf der Spur waren, die sich ,Justice Warriors‘ nennen. Da der Verdacht naheliegt, dass auch Kriminalbeamte des BKA involviert sind, ist äußerste Vorsicht geboten …

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Der Mann sah aus wie ein Toter, wie eine Mumie. Er war alt und hager, und er wirkte so blutlos wie ein Stück Holz. In den schmalen hellblauen Augen glitzerte es kalt. Es war, als spiegle sich eine klare Wintersonne auf brüchigem Eis. Der Alte ruhte in einem Liegestuhl. Obwohl es auf der Terrasse fast unerträglich heiß war, hatte er ein kariertes Tuch über seinen Körper gebreitet. Der Alte blickte zu einem jungen Mann hoch, der breitbeinig am Fußende des Liegestuhls stand. Der junge Mann hielt eine Pistole in der Rechten. Die Mündung zielte auf die Brust des Alten. »Beweg dich«, sagte der junge Mann barsch. »Ich brauche dich.« Das kalte Glitzern in den zu Schlitzen verengten Augen des Alten verstärkte sich. Er schwieg. Sein Gesicht war eine reglose Maske von Arroganz und müder Lebensverachtung. Der junge Mann unterdrückte einen Fluch. Er blickte über die Schulter in den Garten. Es war ein großer Garten, mit einem Swimmingpool und einem Tennisplatz. Eingerahmt von Büschen und Blumenbeeten, ein Stück Beverly Hills in der brütenden Hitze eines Augustnachmittages auf Long Island. »Ein hübsches Plätzchen«, bemerkte der junge Mann und wandte sich wieder dem Alten zu, »und eine gute Zeit, sich hier umzusehen. Halb drei Uhr nachmittags. Es ist so verdammt heiß, dass nicht mal die Hunde den Schatten verlassen. Wir sind allein. Ungestört. Du, ich und die Pistole. Eine großartige Kombination, ein richtiges Erfolgsdreieck, Alterchen. Los, schraub dich in die Höhe. Oder willst du darauf warten, dass deine Knochen zu Staub zerfallen?«

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Als ich kurz vor 23 Uhr aus dem Kino kam, sah ich ihn – den Bräutigam des Jahres! So hatte ihn jedenfalls die Presse getauft. Der junge Mann, er hieß Dean Harrow McKaylannie, stand wie verloren am Straßenrand und starrte ins Leere. Er trug eine große Sonnenbrille, die zu dieser Stunde absurd wirkte, und hatte seinen modischen Strohhut tief in die Stirn gezogen. Er war allein, und das am Vorabend seiner Hochzeit! Dean Harrow McKaylannies Fotos waren in den letzten Tagen immer wieder in den Gesellschaftsspalten der Zeitungen veröffentlicht worden.
Aber die Hauptaufmerksamkeit hatte freilich seiner Braut gegolten. Kein Wunder: Vivian Lollan war ein Knüller. Sie war jung, schön und klug, und sie hatte einen explosiven Sex-Appeal. Ihr Vater gehörte zu den reichsten Leuten der Stadt.
Zugegeben, auch die McKaylannies nagten nicht am Hungertuch. Sie zählten zu den alteingesessenen Patrizierfamilien, deren Namen regelmäßig in den Klatschkolumnen auf tauchen. Dean hatte in England studiert, ein Umstand, dem er seinen Spitznamen Harrow verdankte.
Dean Harrow McKaylannie war ein gutaussehender Bursche, hochgewachsen, dunkelhaarig und schlank, modern und sehr englisch gekleidet, mit tailliertem Sakko und einem hohen, weichen Hemdkragen, der von einem verrückt geknoteten, orangefarbenen Samtschlips geziert wurde.

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Er kam näher. Er verursachte kaum ein Geräusch dabei, ich nahm seine Schritte eher gefühlsmäßig wahr. Ich wußte, daß er mich töten wollte. Meine Muskeln spannten sich verzweifelt, aber die Stricke, die mich an den Stuhl fesselten, gaben nicht nach. Es war dunkel im Zimmer. Die Fenster waren geöffnet, die Jalousien herabgelassen. Der Raum befand sich im zweiten oder dritten Stockwerk eines an der Straße gelegenen Hauses. Ich hörte deutlich den Verkehrslärm, zuweilen auch die Stimmen von Passanten. Wenn ich um Hilfe schrie, mußte man mich hören. Aber ich konnte nicht schreien. Ein Knebel hinderte mich daran. Er war mit der gleichen professionellen Gründlichkeit gebunden wie die Stricke. Der Mann stoppte vor der Tür und wartete. Eine Sekunde lang interessierte es mich, zu wissen, wie ihm zumute sein mochte. Konzentrierte er sich auf den geplanten Mord, beschwichtigte er sein Gewissen, oder steckte er sich nur eine Zigarette an? Ein Schweißtropfen rollte im Zickzack über meine Stirn. Die linke Augenbraue hielt ihn auf. Ich starrte zur-Tür. Ich sah nur den messerscharfen Lichtstreifen an der Schwelle. Auf der Straße kreischten die Bremsen eines Wagens. Dann ertönte das Klirren von Glas und das metallische Schaben gequälten Blechs. Ich registrierte den Unfall kaum. Alle meine Sinne waren auf den Killer gerichtet. Ich fragte mich, wie lange ich noch zu leben hatte. Eine Sekunde oder eine Minute? Es war eine idiotische Frage, aber plötzlich gab es für mich nichts Wichtigeres auf der Welt, als mindestens noch diese eine Minute zu leben.

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Kriminalromane der Sonderklasse – hart, actionreich und überraschend in der Auflösung. Ermittler auf den Spuren skrupelloser Verbrecher. Spannende Romane in einem Buch: Ideal als Urlaubslektüre. Dieses Buch enthält folgende Krimis:
Uwe Erichsen: Lockvogel. flieg!
Alfred Bekker: Tot und blond
Cedric Balmore: Lockvogel für den Killer
Uwe Erichsen wurde durch den Bestseller «Die Katze» (verfilmt mit Götz George) bekannt. Er schrieb außerdem zahlreiche Drehbücher («Tatort», «Der Fahnder» u.a.m.).
Alfred Bekker ist ein bekannter Autor von Fantasy-Romanen, Krimis und Jugendbüchern. Neben seinen großen Bucherfolgen schrieb er zahlreiche Romane für Spannungsserien wie Ren Dhark, Jerry Cotton, Cotton reloaded, Kommissar X, John Sinclair und Jessica Bannister. Er veröffentlichte auch unter den Namen Neal Chadwick, Henry Rohmer, Conny Walden, Sidney Gardner, Jonas Herlin, Adrian Leschek, John Devlin, Brian Carisi, Robert Gruber und Janet Farell.

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Der Killer kam nachmittags um halb fünf. »Oh!« sagte Vivian Dorsey nur. Ihre Lippen wurden dabei so rund wie der Buchstabe, den sie formulierten. Auch sonst gab es an ihr nichts Eckiges. Vor Jahren hatte sie in Hollywood die Jane-Mansfield-Welle ausgelöst. Neue Talente und das Aufkommen des künstlerischen Films hatten sie in Vergessenheit geraten lassen. »Hallo, Puppe«, sagte der Killer. Er hieß Ed Crafton und war in das Luxusapartment gekommen, ohne lange um Erlaubnis zu fragen. Das Dienstmädchen stand hilflos und empört hinter ihm. Crafton schlug dem Girl die Tür vor der Nase zu. Vivian Dorsey saß auf der Couch. Die plantinblonde Schauspielerin trug einen fliederfarbenen Hosenanzug, der zu knapp war – wie alles, was sie anzuziehen pflegte. »Ich – ich habe Sie nicht erwartet!« meinte Vivian. Sie hob dabei ihr Kinn, arrogant, leicht verärgert und ganz betont große Dame. Der Killer grinste lustlos. Er war kein Mann, der sich von solchen Mädchen beeindrucken ließ. Er zog sich einen Stuhl heran und ließ sich rittlings darauf nieder. Die Arme verschränkte er auf der Lehne. Ed Craftons Gesicht war hart, dunkel und gut geschnitten. Er gehörte zu den Männern, die an einen bekannten Schauspieler erinnern, ohne daß man auf Anhieb sagen könnte, an welchen. Crafton war der schönste Killer der Branche. Darauf war er sehr stolz. Er musterte die Schauspielerin aus seinen flachen steingrauen Augen und meinte: »Achtzehntausend Piepen, Süße. Kannst du blechen?«

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Kein Kaviar für Killer: 4 Krimis




Von Alfred Bekker, Albert Baeumer, Cedric Balmore, Pete Hackett


Dieses Buch enthält folgende Krimis:




Pete Hackett: Trevellian und der Schlitzer von Harlem
Alfred Bekker/Albert Baeumer: Kaffee, Kunst und Kaviar
Alfred Bekker: Künstlerpech für Mörder
Cedric Balmore: Die Rembrand-Verschwörung
In eine Berliner Galerie wird eingebrochen. Der Besitzer scheint ermordet worden zu sein – seine Leiche ist aber unauffindbar. Der Berliner Ermittler Harry Kubinke und sein Team beginnen mit ihren Ermittlungen. Sehr schnell stellt sich heraus, dass der Galerist in höchst dubiose Geschäfte verwickelt war. Innerhalb kurzer Zeit werden weitere Personen aus seinem Umfeld ermordet. Als sich ein Kollege aus Russland meldet und Harry Kubinke seine Hilfe anbietet, bekommt der Fall eine neue Wendung…


Alfred Bekker ist ein bekannter Autor von Fantasy-Romanen, Krimis und Jugendbüchern. Neben seinen großen Bucherfolgen schrieb er zahlreiche Romane für Spannungsserien wie Ren Dhark, Jerry Cotton, Cotton Reloaded, Kommissar X, John Sinclair und Jessica Bannister. Er veröffentlichte auch unter den Namen Neal Chadwick, Henry Rohmer, Conny Walden und Janet Farell.